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Sündenpfuhl im Schützenpfuhl

Durch Felder und Wiesen und vorbei an Städten und Burgen schlängelt sich die Lahn durch die hessische Landschaft. Auf ihrem Weg von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein passiert sie auch die Stadt Marburg, wo im Sommer die Lahnwiesen zum Sonnenbaden, Grillen und Feiern einladen. Durch die grüne Ufervegetation gibt sie immer wieder … Weiterlesen Sündenpfuhl im Schützenpfuhl

Der frühe „Elisabeth-Tourimus“ in Marburg

Stolz und erhaben ragen ihre Glockentürme in den Himmel und ihre Mauern trotzen seit 787 Jahren jedem Wetter, jeder Krise, jedem Krieg – die Marburger Elisabethkirche. Sie prägt nicht nur bis in die heutige Zeit markant das Stadtbild, sondern vereint in sich so viele Charakteristika, die die Stadt auszeichne(te)n: In ihren Türmen, die Unter- und … Weiterlesen Der frühe „Elisabeth-Tourimus“ in Marburg

#lebensgefühlmarburg

Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich nach sehr langen nebelig grauen Wintermonaten in Marburg. Der Frühling wird langsam greifbar und weckt unser Fernweh und unsere Reiselust. Bis zur Verwirklichung unserer Reisepläne müssen wir uns pandemiebedingt leider noch etwas gedulden… Bis dahin widmen wir uns aber unserer anderen liebsten Reiseform und gehen auf Zeitreise. Unsere Heimatstadt Marburg … Weiterlesen #lebensgefühlmarburg

„[…] daß mancher nicht ruhig sterben kann […]“ – Medizinischer Fortschritt und der Leichenmangel

Zum Abschluss unserer Emotionen-Reihe widmen wir uns einem Gefühl, das einigen Menschen groß und schwer auf dem Herzen liegt und uns in mancher Situation die Luft zum Atmen nimmt – Angst. Ängste gibt es in vielen Facetten. Phobien vor Spinnen, Zukunftsängste oder Ängste um geliebte Menschen begegnen uns mal mehr, mal weniger in unserem Alltag. Das war in der Frühen Neuzeit natürlich nicht anders. Seuchen, Hungernöte und Kriege führten zu Existenz- und Verlustängsten Der folgende Beitrag beschäftigt sich aber mit einer etwas weniger alltäglichen Angst, der Angst vorm Sterben. Dazu möchte ich die Chance nutzen, euch in ein eher unbekanntes Themengebiet mitzunehmen, mit dem wir doch irgendwie trotzdem alle verbunden sind. Weiterlesen „[…] daß mancher nicht ruhig sterben kann […]“ – Medizinischer Fortschritt und der Leichenmangel

Den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen muss man leben

„Den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen muss man leben.“ Mit dieser Gedichtzeile fragt uns die Dichterin Mascha Kaléko (1907-1975) Wie trauern wir? Wie gehen wir als Individuen mit dem Verlust eines geliebten Menschen um? Und wie gehen wir als Gesellschaft mit Trauer um? Die aktuelle Coronakrise macht den … Weiterlesen Den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen muss man leben

‘I think there is no such thing properly speaking, as National Friendship.’ – Freundschaft in Außenbeziehungen der Frühen Neuzeit

In den Geschichte(n) der Freundschaft haben wir die Idealvorstellung der aristotelischen Tugendfreundschaft behandelt. Seit der Antike gilt sie als das non plus ultra der Freundschaft, die perfekte Seelenverwandtschaft zwischen zwei Menschen, an der sich alle folgenden Freundschaftskonzepte orientierten. Seither wurde Freundschaft konzeptionell in dieser dominierenden Form bevorzugt – eine intime und partikulare Beziehung, die leidenschaftlich … Weiterlesen ‘I think there is no such thing properly speaking, as National Friendship.’ – Freundschaft in Außenbeziehungen der Frühen Neuzeit

Alles Privatsache?! – Ein Kommentar zur Blogreihe „Hate Speech“

Wir freuen uns sehr, euch heute einen überaus spannenden Gastbeitrag zu unserer „Hate Speech“-Blogreihe von Thomas Dumke präsentieren zu dürfen. Thomas hat Soziale Arbeit und Erziehungswissenschaft studiert, arbeitet und publiziert zu Kritischer Sozialer Arbeit und Poststrukturalismus. Auf der Basis eines sozialpädagogischen Forschungsprojekts zu Jugendkonflikten und Social Media diskutiert er in seinem Gastbeitrag verblüffende Parallelen eines sozialpädagogisch-soziologischen Blicks auf alltägliche Jugendkonflikte zur historischen Konfliktforschung und zeigt, dass im interdisziplinären und historischen Vergleich Streitigkeiten und Konflikte im Kleinen wie auch im Großen von gesellschaftlichen Konventionen, Diskursen und institutionalisierten Machtverhältnissen nur um den Preis der Individualisierung und Enteignung von Konflikten zu trennen sind. Vielen Dank, lieber Thomas, für deinen anregenden Text! Weiterlesen Alles Privatsache?! – Ein Kommentar zur Blogreihe „Hate Speech“

Szenen einer Ehe um 1800 – oder wieviel Freiheit erträgt die Liebe?

Für den folgenden Beitrag begrüßen wir als Gastautorin Frau Prof. Dr. Marita Metz-Becker und danken Ihr sehr herzlich für diesen weiteren Einblick in die Geschichte der Liebe! Sie ist außerplanmäßige Professorin für Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und leitet zudem das Marburger Haus der Romantik, das in seiner kleinen Dauerausstellung den Kreis romantischer Schriftsteller*innen beleuchtet, die um 1800 in Marburg lebten. Im folgenden Text wird Marita Metz-Becker uns die außergewöhnliche und turbulente Ehe Clemens Brentanos vorstellen, der 1803 die Schriftstellerin Sophie Mereau heiratete und mit ihr in Marburg lebte. Für weitere spannende Geschichten aus dem schriftstellerischen Marburger Stadtleben um 1800 möchten wir euch an dieser Stelle einen Besuch im Haus der Romantik wärmstens empfehlen! Weiterlesen Szenen einer Ehe um 1800 – oder wieviel Freiheit erträgt die Liebe?

“’Cos I will be your honey bee” – Die Sache mit den Bienchen und Blümchen

In unserem heutigen Blogpost wollen wir uns einem Thema widmen, das in vielen Köpfen sehr eng mit der partnerschaftlichen Liebe verknüpft ist – Sexualität. In der modernen Popkultur finden sich unzählige Beispiele, die sich mal mehr, mal weniger, subtil mit ihr beschäftigen. Die eingangs zitierten Zeilen aus Peter Gabriels Song “Sledgehammer” sprechen das Wort “Sex” nicht aus: “’Cos I will be your honey bee, Open up your fruitcage, Where the fruit is as sweet as can be”. Die Metapher von “Bienchen und Blümchen” steht in unserer Gesellschaft aber so eindeutig für Sexualität und Fortpflanzung, dass die angesprochene Hörerschaft auch ohne eine explizitere Ausführung weiß, worum es in diesen Zeilen eigentlich geht. Woher dieses Sprichwort stammt und was es mit der Frühen Neuzeit zu tun hat, werden wir im Folgenden beleuchten. Weiterlesen “’Cos I will be your honey bee” – Die Sache mit den Bienchen und Blümchen

All you need is love?

All you need is Love? Um die Liebe in der Frühen Neuzeit ranken sich viele Stereotype, die in historischen Romanen, Serien und Filmen, und lange Zeit sogar in der Geschichtsforschung bestärkt wurden. Ein weit verbreitetes Stereotyp lautet: Die Liebe und die Liebesheirat etablierte sich erst im 19. Jahrhundert. Bis dahin wurden Ehen vor allem aus … Weiterlesen All you need is love?